Es kursieren viele kostenlose Anleitungen für Babynester im Netz. Die
von mir verwendete verlinke ich aber nicht, denn sie war schlecht. Wie
man auf dem Foto sehen kann, ist es immens wichtig, dass die äußeren
Rundungen wirklich kreisrund sind, damit es keine solchen Hörnchen wie
rechts gibt:
Fenja
wurde in eine Familie mit einem fürchterlich fußkalten Wohnzimmer
geboren, Damit die Kleine es auch von unten warm hat, habe ich ihr eine
Wollmatratze gefilzt, für die es auch zwei Bezüge gibt.
Der Boden
des Nests wird in allen Anleitungen mit Volumenvlies verstärkt,
eigentlich ist das Nest dann schon fertig. Aber was passiert, wenn das
Baby ausläuft? Dann muss
das ganze Nest in die Waschmaschine! Deshalb werde ich beim nächsten
Nest das Volumenvlies weglassen und stattdessen wieder eine
herausnehmbare Matratze filzen. Die kann man natürlich auch aus
Volumenvlies oder ein paar Lagen Molton nähen. Babys müssen ja nicht
weich gelagert werden. Meine Version mit
Volumenvlies im Boden UND Matratze ist schon ziemlich dick:
. Hier sieht man die ganze Pracht: Nest, Matratze, Ersatzbezug:
Babynester
sehen kompliziert aus, sind aber tatsächlich total einfach zu nähen.
Die einzige Herausforderung war das Aufnähen des Bandes, in dem das
Zugband verläuft. Und so sieht das aus, wenn man im Nährausch vergisst,
den Oberfaden farblich anzupassen:
Wenn
ihr also ein einfaches Projekt für ein Baby-Willkommensgeschenk sucht:
So ein Nest ist toll und wird mit Sicherheit viel verwendet. Fenja
jedenfalls ist darin sowohl vor ihren herumlaufenden Brüdern als auch
vor der Kälte des Bodens geschützt.
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Montag, 9. Dezember 2019
Donnerstag, 14. November 2019
Resteverwertung
Wenn man erst einmal damit anfängt, seine Unterwäsche selbst zu nähen, mag man ziemlich schnell keine Kaufslips mehr tragen. Jedenfalls ist es mir so gegangen. Neulich habe ich einfach alle noch übriggebliebenen gekauften Slips weggeworfen und durch selbstgenähte ersetzt:
Der Schnitt ist aus diesem Buch. Sitzt perfekt und ist ein günstiger Spaß: Neben einem Rest Jersey benötigt man knapp 2 m Wäschespitze und eine gute Stunde Zeit.
Die normale Wäschespitze gibt es wohl nur in Weiß und Schwarz, aber in vielen Stoffläden findet man interessante Elastikspitze, mit der ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Auch nach zig mal Waschen leiert da nix:
Vorsicht, das hat Suchtpotenzial - ich bin inzwischen faktisch permanent auf der Jagd nach interessanten Spitzen. So ein Miniprojekt für zwischendurch finde ich gerade sehr befriedigend - vor allem wenn der Tag lang und nervig war.
Das nächste Level sind nun passende Hemdchen zu den Hosen, aber das hat mit Resteverwertung dann nichts mehr zu tun.
Der Schnitt ist aus diesem Buch. Sitzt perfekt und ist ein günstiger Spaß: Neben einem Rest Jersey benötigt man knapp 2 m Wäschespitze und eine gute Stunde Zeit.
Die normale Wäschespitze gibt es wohl nur in Weiß und Schwarz, aber in vielen Stoffläden findet man interessante Elastikspitze, mit der ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Auch nach zig mal Waschen leiert da nix:
Das nächste Level sind nun passende Hemdchen zu den Hosen, aber das hat mit Resteverwertung dann nichts mehr zu tun.
Freitag, 4. Januar 2019
Ein Blick zurück - 2018 in Stoff
Gute Güte- schon so lange her seit dem letzten Post! Dabei war 2018 genauso bunt, kreativ und ertragreich wie die letzten Jahre. Dass es kein fertiges Stück bis ins Blog geschafft hat, liegt am langen Sommer und auch daran, dass ich zunehmend unsicher bin, wie ich mit dem Thema Fotografie umgehen soll. Natürlich benötigt ein Kreativblog Bilder.
Aber: Die Instagramästhetik mit ihren Blütenköpfen, die sich kunstvoll und wie zufällig an perfekt ausgeleuchtete Wollstränge schmiegen, die Profi-Fotostrecken der bekannteren Blogs, die jedes neu genähte Teil wie in einem Magazin in Szene setzen - das sind inzwischen die Maßstäbe für die Bildgestaltung. Ich erfreue mich natürlich an richtig guten Bildern. Aber ich weiß auch, wieviel Aufwand in solchen Inszenierungen steckt und bin nicht bereit, dafür Zeit zu investieren. Aber deshalb das Blog aufgeben?
Ich will versuchen, mich von der Perfektion anderer nicht einschüchtern zu lassen. In diesem Blog geht es um textile Ideen und Anleitungen und die Dokumentation von Reinfällen und Erfolgen. Ich knipse hier nur, und das wird auch so bleiben.
Wenn ich also einem Dackelfreund einen Schlafanzug nähe (den er übrigens so sehr liebt, dass ich nun einen zweiten nähen darf), dann sieht das Foto dazu einfach so aus:
Schlafanzüge gehen immer, Schlafanzüge sind Alltagsnähen. Zuschneiden, rattatattata, fertig zum Anziehen. Und es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, sie zu kaufen. Die sind so schnell genäht, verzeihen nahezu jeden Anfängerfehler und gelingen immer. Und ich finde, sie rechnen sich tatsächlich auch finanziell, selbst wenn man Biostoffe verarbeitet. Denn Schlafanzüge aus wirklich guten, langlebigen Stoffen gibt es nicht beim Discounter (naja, und welche mit Dackeln sowieso nicht). Für das Geld, das ein Markenschlafanzug kostet, kann ich guten Stoff und Garn für zwei kaufen und auch noch für die jeweils perfekte Passform garantieren.
Den kostenlosen Schnitt der Pyjamahose habe ich hier gefunden:
https://blog.bernina.com/de/2014/07/naehanleitung-pyjamahose-mit-schnittmuster/
Für das Oberteil habe ich auf den Schnitt Sleepy zurück gegriffen. Da ist übrigens auch eine Hose dabei.
Auch das lange dünne Pubertier liebt die kuscheligen Hosen aus mütterlicher Produktion, denn die haben die perfekte Beinlänge und rutschen trotzdem nicht (im Gegensatz zur Konfektionsware, bei der zu sehr langen Beinen anscheinend immer auch ein Bauch gehört). Das Pubertier trägt dazu gekaufte T-Shirts mit coolen Sprüchen drauf, damit es nicht so "selbstgenäht" aussieht. Das ist doch ein guter Kompromiss.
Von einer Kollegin habe ich ein paar Reststoffe bekommen, dieser hier hatte es mir sofort angetan. Da es nur ein kleines Stück war, habe ich nach bewährter Art mit einem schlichten Kombistoff eine Fannie von Schnittreif gestückelt und im heißen Sommer viel getragen:
Apropos Reste: Das Geburtstagsgeschenk für Diana war auch nur ein Rest. Irgendwo hatte ich noch ein Stückchen "Liike" ergattert, das für eine Lupita gerade gereicht hat:
Das größte Projekt des Jahres war das Nest für die kleine Fenja, daraus mache ich noch einen Extrapost.
Hier sieht man schon einmal die ganze Pracht: Nest, gefilzte Matratze mit Bezug, Ersatzbezug:
Insgesamt dreimal entstand eine Frau Aiko . Ich bin diesem Schnitt völlig verfallen. Die Bluse sitzt immer gut, eignet sich für viele Stoffe. lässt sich mit Hosen und Röcken kombinieren, wirkt je nach Stoff gemütlich oder ausgehfein, hat vernünftige Taschen, hachz....
Die pinken Punkte auf der Bouretteseide habe ich mit Cochenille erzielt, die anderen verwendeten Farbstoffe habe ich inzwischen vergessen. Der Stoff hatte nämlich lange auf einen passenden Schnitt warten müssen. Frau Aiko ist perfekt dafür.
Und hier - klassich japanisch - aus indigogefärbter Baumwolle, die in einem früheren Leben mal ein Bettlaken war:
Zum japanisch anmutenden Schnitt passt natürlich auch ein bissche Sashiko-Stickerei. Wer auf dem oberen Bild genau hinsieht, erkennt die fertig bestickte Tasche. Es gibt noch mehr zu sehen, aber auch das wird in einem Extrapost gewürdigt.
Zum Jahresende habe ich einen weiteren Lieblingsschnitt entdeckt: Scarlett von pattydoo.
Ein Tragefoto gibt es von meiner ersten Scarlett leider nicht, aber das hole ich bei der nächsten nach. Das Shirt sitzt richtig gut, und der Wassserfallausschnitt macht ein schönes Dekolleté, ist dabei aber hoch genug, um nicht zuviel Einsicht zu gewähren. Ich habe dann gleich drei Scarletts als Weihnachtsgeschenke genäht:
Der guten Ordnung wegen noch der übliche Hinweis: Dieser Post enthält nach den Vorgaben der DSGVO Werbung, da ich auf Produktnamen und Bezugsquellen verlinke. Das mache ich nicht für Geld und Ehre, sondern aus purer Begeisterung und weil sich das nun mal im Netz so gehört.
Aber: Die Instagramästhetik mit ihren Blütenköpfen, die sich kunstvoll und wie zufällig an perfekt ausgeleuchtete Wollstränge schmiegen, die Profi-Fotostrecken der bekannteren Blogs, die jedes neu genähte Teil wie in einem Magazin in Szene setzen - das sind inzwischen die Maßstäbe für die Bildgestaltung. Ich erfreue mich natürlich an richtig guten Bildern. Aber ich weiß auch, wieviel Aufwand in solchen Inszenierungen steckt und bin nicht bereit, dafür Zeit zu investieren. Aber deshalb das Blog aufgeben?
Ich will versuchen, mich von der Perfektion anderer nicht einschüchtern zu lassen. In diesem Blog geht es um textile Ideen und Anleitungen und die Dokumentation von Reinfällen und Erfolgen. Ich knipse hier nur, und das wird auch so bleiben.
Wenn ich also einem Dackelfreund einen Schlafanzug nähe (den er übrigens so sehr liebt, dass ich nun einen zweiten nähen darf), dann sieht das Foto dazu einfach so aus:
Schlafanzüge gehen immer, Schlafanzüge sind Alltagsnähen. Zuschneiden, rattatattata, fertig zum Anziehen. Und es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, sie zu kaufen. Die sind so schnell genäht, verzeihen nahezu jeden Anfängerfehler und gelingen immer. Und ich finde, sie rechnen sich tatsächlich auch finanziell, selbst wenn man Biostoffe verarbeitet. Denn Schlafanzüge aus wirklich guten, langlebigen Stoffen gibt es nicht beim Discounter (naja, und welche mit Dackeln sowieso nicht). Für das Geld, das ein Markenschlafanzug kostet, kann ich guten Stoff und Garn für zwei kaufen und auch noch für die jeweils perfekte Passform garantieren.
Den kostenlosen Schnitt der Pyjamahose habe ich hier gefunden:
https://blog.bernina.com/de/2014/07/naehanleitung-pyjamahose-mit-schnittmuster/
Für das Oberteil habe ich auf den Schnitt Sleepy zurück gegriffen. Da ist übrigens auch eine Hose dabei.
Auch das lange dünne Pubertier liebt die kuscheligen Hosen aus mütterlicher Produktion, denn die haben die perfekte Beinlänge und rutschen trotzdem nicht (im Gegensatz zur Konfektionsware, bei der zu sehr langen Beinen anscheinend immer auch ein Bauch gehört). Das Pubertier trägt dazu gekaufte T-Shirts mit coolen Sprüchen drauf, damit es nicht so "selbstgenäht" aussieht. Das ist doch ein guter Kompromiss.
Von einer Kollegin habe ich ein paar Reststoffe bekommen, dieser hier hatte es mir sofort angetan. Da es nur ein kleines Stück war, habe ich nach bewährter Art mit einem schlichten Kombistoff eine Fannie von Schnittreif gestückelt und im heißen Sommer viel getragen:
Apropos Reste: Das Geburtstagsgeschenk für Diana war auch nur ein Rest. Irgendwo hatte ich noch ein Stückchen "Liike" ergattert, das für eine Lupita gerade gereicht hat:
Das größte Projekt des Jahres war das Nest für die kleine Fenja, daraus mache ich noch einen Extrapost.
Insgesamt dreimal entstand eine Frau Aiko . Ich bin diesem Schnitt völlig verfallen. Die Bluse sitzt immer gut, eignet sich für viele Stoffe. lässt sich mit Hosen und Röcken kombinieren, wirkt je nach Stoff gemütlich oder ausgehfein, hat vernünftige Taschen, hachz....
| Ecoprint-Bouretteseide. Der beste Stoff, wenn es heiß ist. |
| Die Büroversion. Viele Schwalben machen anscheinend einen heißen Sommer |
Und hier - klassich japanisch - aus indigogefärbter Baumwolle, die in einem früheren Leben mal ein Bettlaken war:
| Detail - dieser Schnitt passt wunderbar zur wolkigen Färbung |
Zum Jahresende habe ich einen weiteren Lieblingsschnitt entdeckt: Scarlett von pattydoo.
Ein Tragefoto gibt es von meiner ersten Scarlett leider nicht, aber das hole ich bei der nächsten nach. Das Shirt sitzt richtig gut, und der Wassserfallausschnitt macht ein schönes Dekolleté, ist dabei aber hoch genug, um nicht zuviel Einsicht zu gewähren. Ich habe dann gleich drei Scarletts als Weihnachtsgeschenke genäht:
Der guten Ordnung wegen noch der übliche Hinweis: Dieser Post enthält nach den Vorgaben der DSGVO Werbung, da ich auf Produktnamen und Bezugsquellen verlinke. Das mache ich nicht für Geld und Ehre, sondern aus purer Begeisterung und weil sich das nun mal im Netz so gehört.
Montag, 1. Januar 2018
Weihnachtskleider
Endlich habe ich Routine im Nähen von dehnbaren Stoffen. Natürlich möchte ich gern weiter nähen. Aber Nähen geht so schnell, viel schneller als Stricken. Und was soll ich mit so vielen Kleidungsstücken?
Deshalb war ich schlau und habe gleich drei Freundinnen zu Weihnachten mit Kuschelkleidern versorgt. Obwohl das gar nicht geplant gewesen war:
Hanne hatte ich nämlich eigentlich nur gebeten, meine eigene Frau Fannie von Fritzi Schnittreif anzuziehen, damit ich das Kleid auch einmal von hinten sehen konnte. Dann war sie aber sofort begeistert und ich hatte die Idee mit dem Weihnachskleid. Die Stoffe hat sich Hanne dann selbst ausgesucht.
Der Stoff für Carinas Kleid hat mich im Lieblingsstoffladen angelacht. Als ich ihn sah, wusste ich sofort, dass es auch für Carina ein Kleid geben würde. Das Kleiderprojekt für Martina entstand schließlich, als ich ihr Carinas fertiges Kleid zeigte und sie den Stoff des Rockteils so schön fand.
Frau Fannie ist wirklich perfekt: Sehr einfach zu nähen, ohne pieksende oder sich wellende Reißverschlüsse, unfassbar bequem, absolut alltagstauglich und mit vernünftigen Taschen. Und so unkompliziert: Anziehen, Strumpfhose und Stiefel dazu - fertig!
Carina war schon etwas verwirrt, als ich darauf bestand, dass sie zu unserem Treffen im Café ein Kleid anziehen sollte. Aber ich hatte mir überlegt, dass sie das Weihnachtskleid bestimmt gleich anziehen würde und so ein Café ja keine Umkleidekabine hat. So konnte sie einfach Kleid gegen Kleid tauschen - yeah!
Damit ich zukünftig auch für etwas schwierigere Projekte gewappnet bin, hat mein Vater mir zu Weihnachten eine vernünftige Schneiderpuppe geschenkt. Die habe ich mit seinem Einverständnis gleich für die Weihnachtskleider eingesetzt:
Der Stoff für Martinas Kleid war eine kleine Herausforderung, denn er war nur in Längsrichtung elastisch. Als Rockteil zu Carinas Kleid zusammen mit einem bielastischen Stoff war das kein Problem gewesen. Aber solo hatte ich ein bisschen Angst, ob sich das Kleid wohl trotzdem gut anziehen lässt. Und ich fand die Ärmel ein bissschen zu eng. Aber die Sorge erwies sich als unbegründet.
Und nun haben gleich drei Freundinnen ein gemütliches neues Kleid!
Deshalb war ich schlau und habe gleich drei Freundinnen zu Weihnachten mit Kuschelkleidern versorgt. Obwohl das gar nicht geplant gewesen war:
Hanne hatte ich nämlich eigentlich nur gebeten, meine eigene Frau Fannie von Fritzi Schnittreif anzuziehen, damit ich das Kleid auch einmal von hinten sehen konnte. Dann war sie aber sofort begeistert und ich hatte die Idee mit dem Weihnachskleid. Die Stoffe hat sich Hanne dann selbst ausgesucht.
Der Stoff für Carinas Kleid hat mich im Lieblingsstoffladen angelacht. Als ich ihn sah, wusste ich sofort, dass es auch für Carina ein Kleid geben würde. Das Kleiderprojekt für Martina entstand schließlich, als ich ihr Carinas fertiges Kleid zeigte und sie den Stoff des Rockteils so schön fand.
Frau Fannie ist wirklich perfekt: Sehr einfach zu nähen, ohne pieksende oder sich wellende Reißverschlüsse, unfassbar bequem, absolut alltagstauglich und mit vernünftigen Taschen. Und so unkompliziert: Anziehen, Strumpfhose und Stiefel dazu - fertig!
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| Schön schrill und retro - genau richtig für Carina |
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| Halsausschnitte kann ich jetzt! |
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| Detail: Tascheneingriff |
Carina war schon etwas verwirrt, als ich darauf bestand, dass sie zu unserem Treffen im Café ein Kleid anziehen sollte. Aber ich hatte mir überlegt, dass sie das Weihnachtskleid bestimmt gleich anziehen würde und so ein Café ja keine Umkleidekabine hat. So konnte sie einfach Kleid gegen Kleid tauschen - yeah!
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| Passt perfekt! |
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| Hannes Kleid |
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| Auch hier: Taschendetail |
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| Kleiner Kontrast: Bei den Bündchen ist die flauschige Seite außen |
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| Mit einer Schneiderpuppe wird auch die Rückennaht perfekt |
Und nun haben gleich drei Freundinnen ein gemütliches neues Kleid!
Mittwoch, 6. Dezember 2017
Jersey: Üben, üben, üben
Um mehr Routine beim Vernähen von dehnbaren Stoffen zu bekommen, habe ich bei Melinoliesls Stoffflohmarkt gleich vier schöne Qualitätsjerseys erstanden.
Als erstes habe ich den Fischstoff verarbeitet. Das war nur ein halber Meter, aber oh Wunder - im Vorrat lag einT-Shirt, das ich wegen eines Fettflecks ausgemustert hatte und das genau den Grünton der Fische hat. In bester Upcycling-Manier habe ich die Fische, den fleckenlosen Teil vom Shirt und einen Rest Grau kombiniert und dabei natürlich viele Nähte geübt.
So, nun aber endlich ein Kleid mit langen Ärmeln! Der Stoff mit den Wellen ist Liike von Blaubeerstern ("Liike bedeutet "Bewegung" auf Finnisch). Als Schnitt hatte ich schon lange Frau Fannie im Auge gehabt. Denn Kleider müssen Taschen haben und gemütlich sein.
Beim Zuschneiden habe ich dummerweise überhaupt nicht daran gedacht, dass ich ja ein größeres Muster habe und daher auf den Rapport bzw. hier auf die Achsensymmetrie achten muss. Beim Oberteil hat es zufälligerweise perfekt gepasst, nicht aber beim Rockteil. Das war schief und sah verrutscht aus. Und ich hatte nicht mehr genug Stoff, um ein weiteres Rockteil zuzuschneiden. Menno...
Doch wie schön, dass ich diesen "Fehler" gemacht habe! Denn im Lieblings-Stoffladen fand ich das Grün, das sich im Wellenmuster wiederholt. So ist das Kleid viel pfiffiger!
Frau Fannie ist klasse. Ich habe das Oberteil um 5 cm gekürzt und muss beim nächsten Mal noch einen Zentimeter im Rücken rausnehmen, aber ansonsten ist der Schnitt perfekt für mich und das Kleid unglaublich gemütlich.
Der dritte Stoff ist Knitknit von Hamburger Liebe. Kobaltblau ist keine Farbe, die ich direkt am Hals tragen kann, weil ich dann zu blass aussehe. Daher habe ich den Stoff mit dem Dunkelblau kombiniert, das auch im Stoff selbst enthalten ist. Der nächste Lernschritt sollte eine Kapuze sein, deshalb fand ich die Kombination aus Kleid und Hoodie "Stockholm" von Pech & Schwefel sehr verlockend.
Im Detail war die Herausforderung dann doch etwas größer als gedacht, denn ich mag keine Reißverschlüsse und habe das Kleid daher mit Schlitz genäht. Der wiederum ist für meinen Geschmack viel zu tief. So musste ich etwas knobeln, bis ich auf die Idee kam, den Schlitz einfach mit dunkelblauem Stoff zu unterlegen. So sieht es aus, als ob ich ein T-Shirt darunter trage. Gerettet.
Außerdem mochte ich die aufgesetzten Taschen im Schnitt nicht. Auf der Suche nach einer schlauen Taschenlösung (denn Kleider müssen ja Taschen haben ...) fand ich die Eingriffstasche im Adventskalender von Leni Pepunkt. Und das ist nun das Ergebnis:
Und nun müsst ihr mich entschuldigen - die Weihnachtsnäherei ruft <3
Als erstes habe ich den Fischstoff verarbeitet. Das war nur ein halber Meter, aber oh Wunder - im Vorrat lag einT-Shirt, das ich wegen eines Fettflecks ausgemustert hatte und das genau den Grünton der Fische hat. In bester Upcycling-Manier habe ich die Fische, den fleckenlosen Teil vom Shirt und einen Rest Grau kombiniert und dabei natürlich viele Nähte geübt.
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| Der Schnitt ist wieder eine Lupita. |
So, nun aber endlich ein Kleid mit langen Ärmeln! Der Stoff mit den Wellen ist Liike von Blaubeerstern ("Liike bedeutet "Bewegung" auf Finnisch). Als Schnitt hatte ich schon lange Frau Fannie im Auge gehabt. Denn Kleider müssen Taschen haben und gemütlich sein.
Beim Zuschneiden habe ich dummerweise überhaupt nicht daran gedacht, dass ich ja ein größeres Muster habe und daher auf den Rapport bzw. hier auf die Achsensymmetrie achten muss. Beim Oberteil hat es zufälligerweise perfekt gepasst, nicht aber beim Rockteil. Das war schief und sah verrutscht aus. Und ich hatte nicht mehr genug Stoff, um ein weiteres Rockteil zuzuschneiden. Menno...
Doch wie schön, dass ich diesen "Fehler" gemacht habe! Denn im Lieblings-Stoffladen fand ich das Grün, das sich im Wellenmuster wiederholt. So ist das Kleid viel pfiffiger!
Frau Fannie ist klasse. Ich habe das Oberteil um 5 cm gekürzt und muss beim nächsten Mal noch einen Zentimeter im Rücken rausnehmen, aber ansonsten ist der Schnitt perfekt für mich und das Kleid unglaublich gemütlich.
Der dritte Stoff ist Knitknit von Hamburger Liebe. Kobaltblau ist keine Farbe, die ich direkt am Hals tragen kann, weil ich dann zu blass aussehe. Daher habe ich den Stoff mit dem Dunkelblau kombiniert, das auch im Stoff selbst enthalten ist. Der nächste Lernschritt sollte eine Kapuze sein, deshalb fand ich die Kombination aus Kleid und Hoodie "Stockholm" von Pech & Schwefel sehr verlockend.
Im Detail war die Herausforderung dann doch etwas größer als gedacht, denn ich mag keine Reißverschlüsse und habe das Kleid daher mit Schlitz genäht. Der wiederum ist für meinen Geschmack viel zu tief. So musste ich etwas knobeln, bis ich auf die Idee kam, den Schlitz einfach mit dunkelblauem Stoff zu unterlegen. So sieht es aus, als ob ich ein T-Shirt darunter trage. Gerettet.
Außerdem mochte ich die aufgesetzten Taschen im Schnitt nicht. Auf der Suche nach einer schlauen Taschenlösung (denn Kleider müssen ja Taschen haben ...) fand ich die Eingriffstasche im Adventskalender von Leni Pepunkt. Und das ist nun das Ergebnis:
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| Die schöne Tasche von Leni Pepunkt. Die habe ich sicher nicht zum letzten Mal genäht! |
Sonntag, 5. November 2017
Den Jersey bezwingen
Als Grundschülerin habe ich auf Mamas Bernina Puppenkleider genäht, später dann 80er-Jahre-Späthippie-Schlabberröcke und noch später perfekte Business-Blazer mit Kragen und Knopfreihen an den Ärmeln. Inzwischen natürlich mit der eigenen Bernina.
Aber nie nie nie habe ich mich mit Jersey anfreunden können. Die krumpeligen Nähte bei den Spielhosen für meinen Sohn fielen ja nicht so sehr auf, aber ein Versuch mit einer Sarouelhose für mich scheiterte kläglichst. Und danach hatte ich dann Angst vor diesen unberechenbaren dehnbaren Zeugs.
Ihr ahnt es: Als in den letzten Jahren so viele wunderbare Jerseystoffe und die ersten Biojerseys in meiner Blogroll auftauchten, saß ich gierig vor dem Bildschirm und fühlte mich von einer ganzen wunderbaren Welt ausgeschlossen.
Eine Kollegin von mir, die sehr viel näht, hat mir dann in den Mittagspausen Mut gemacht und mich regelrecht gecoacht, bis ich schließlich beschlossen habe: 2017 wird mein Jerseyjahr. Tapfer habe ich Anfang des Jahres die ersten Stoffe gekauft und mutig mit einem ganz einfachen Kleiderschnitt aus diesem Buch losgenäht.
Ähm, das Ergebnis: Ein nettes Nachthemd, aber ganz bestimmt kein Sommerkleid. Dazu waren die Bündchen am Hals zu knubbelig. Dabei hatte es mit den halbwegs glatten Seitennähten doch so gut angefangen... Das Blöde beim Jerseynähen an der Bernina mit der falschen Overlocknaht: Man kriegt diese Naht faktisch nicht wieder aufgetrennt. Also, ICH kriege sie nicht wieder auf, aber vielleicht gibt es da auch einen Trick, den ich nicht kenne.
Der nächste Versuch: Ein Lupita-T-Shirt in A-Linie, um meinWechseljahrebäuchlein dekorativ zu bedecken. Ergebnis: Ein für mich erschreckend offenherziger Ausschnitt! Oder liegt das nur an der dominanten Bündchenfarbe? Egal, damit traue ich mich nicht ins Büro und habe ein feines Schlafshirt. Immerhin ist diesmal alles gerade und ordentlich :-)
Beim nächsten Test habe ich den Halsausschnitt ein bisschen kleiner gemacht und den Reststoff des wunderbaren C.Pauli Bio-Interlock "Elfentanz" zugeschnitten: Tschakka!
Diesmal hat alles geklappt. So langsam bekomme ich Routine. Seit ich zudem angefangen habe, ganz schmale Streifen Soluvlies zuzuschneiden und beim Nähen mitzuführen, werden die Nähte auch mit der ganz normalen Nähmaschine ganz ordentlich. Meistens jedenfalls.
Nun fühlte ich mich gewappnet, um das Thema Sommerkleid noch einmal anzugehen. Der Schnitt war klar, denn Lupita passt mir perfekt. Der Fischstoff musste dran glauben. Yeah!
Ich liebe mein Fischkleid! Schnitt perfekt, (einen Zentimeter verkleinerter) Ausschnitt perfekt, Länge super, besser geht es nicht.
Je nach Temperatur mit Jeans, Leggins oder mit nackten Beinen. Mit einem T.Shirt drunter, bei herbstlichen Temperaturen langärmelig oder mit Jeansjacke. Geht alles! Kein Kleidungsstück habe ich in den letzten Monaten öfter getragen.
Und der Jersey fällt so gut, dass das Kleid im Urlaub ohne Bügeln nach dem Waschen auskam. Lieblingkleid <3
Fazit: Richtige Freunde sind wir noch nicht geworden, der Jersey und ich. Mein Respekt ist weiterhin groß. Aber ich gewinne Sicherheit und immer mehr Gespür dafür, wie sehr ich den Bündchenstoff beim Annähen dehnen muss und wie ich den Stoff unter das Füßchen schieben muss.
Im Stoffflohmarkt bei Melinoliesl habe ich mich mit den nächsten vier Stoffen eingedeckt. Und nun heißt es Üben! Fortsetzung folgt.
Aber nie nie nie habe ich mich mit Jersey anfreunden können. Die krumpeligen Nähte bei den Spielhosen für meinen Sohn fielen ja nicht so sehr auf, aber ein Versuch mit einer Sarouelhose für mich scheiterte kläglichst. Und danach hatte ich dann Angst vor diesen unberechenbaren dehnbaren Zeugs.
Ihr ahnt es: Als in den letzten Jahren so viele wunderbare Jerseystoffe und die ersten Biojerseys in meiner Blogroll auftauchten, saß ich gierig vor dem Bildschirm und fühlte mich von einer ganzen wunderbaren Welt ausgeschlossen.
Eine Kollegin von mir, die sehr viel näht, hat mir dann in den Mittagspausen Mut gemacht und mich regelrecht gecoacht, bis ich schließlich beschlossen habe: 2017 wird mein Jerseyjahr. Tapfer habe ich Anfang des Jahres die ersten Stoffe gekauft und mutig mit einem ganz einfachen Kleiderschnitt aus diesem Buch losgenäht.
Ähm, das Ergebnis: Ein nettes Nachthemd, aber ganz bestimmt kein Sommerkleid. Dazu waren die Bündchen am Hals zu knubbelig. Dabei hatte es mit den halbwegs glatten Seitennähten doch so gut angefangen... Das Blöde beim Jerseynähen an der Bernina mit der falschen Overlocknaht: Man kriegt diese Naht faktisch nicht wieder aufgetrennt. Also, ICH kriege sie nicht wieder auf, aber vielleicht gibt es da auch einen Trick, den ich nicht kenne.
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| Decken wir einen Mantel des Schweigens über diese Ausschnittkante. |
Beim nächsten Test habe ich den Halsausschnitt ein bisschen kleiner gemacht und den Reststoff des wunderbaren C.Pauli Bio-Interlock "Elfentanz" zugeschnitten: Tschakka!
Diesmal hat alles geklappt. So langsam bekomme ich Routine. Seit ich zudem angefangen habe, ganz schmale Streifen Soluvlies zuzuschneiden und beim Nähen mitzuführen, werden die Nähte auch mit der ganz normalen Nähmaschine ganz ordentlich. Meistens jedenfalls.
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| Nix zu meckern bei dieser Ausschnitteinfassung! |
Ich liebe mein Fischkleid! Schnitt perfekt, (einen Zentimeter verkleinerter) Ausschnitt perfekt, Länge super, besser geht es nicht.
Je nach Temperatur mit Jeans, Leggins oder mit nackten Beinen. Mit einem T.Shirt drunter, bei herbstlichen Temperaturen langärmelig oder mit Jeansjacke. Geht alles! Kein Kleidungsstück habe ich in den letzten Monaten öfter getragen.
Und der Jersey fällt so gut, dass das Kleid im Urlaub ohne Bügeln nach dem Waschen auskam. Lieblingkleid <3
Fazit: Richtige Freunde sind wir noch nicht geworden, der Jersey und ich. Mein Respekt ist weiterhin groß. Aber ich gewinne Sicherheit und immer mehr Gespür dafür, wie sehr ich den Bündchenstoff beim Annähen dehnen muss und wie ich den Stoff unter das Füßchen schieben muss.
Im Stoffflohmarkt bei Melinoliesl habe ich mich mit den nächsten vier Stoffen eingedeckt. Und nun heißt es Üben! Fortsetzung folgt.
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Turnbeutel
In den letzten Wochen sind zwei Turnbeutel aus Stoffresten entstanden.
Eigentlich wollte ich nur die Funktionsweise einer generalüberholten Nähmaschine prüfen, damit ich diese Maschine mit einem guten Gefühl weitergeben konnte. Deshalb suchte ich auf die Schnelle ein einfaches Projekt und wurde hier fündig.
Beim Nähen habe ich ja gelegentlich Denkprobleme, vor allem beim Ärmeleinsetzen und beim Verstürzen. Wie muss ich nochmal die Teile ineinander schieben? Wo kommt die Öffnung zum Wenden hin?
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Linda ist absolut blondinensicher und machte das Projekt sehr entspannend. Den Apfelstoffrest habe ich von einer lieben Kollegin geschnorrt, der grüne Stoff ist ein alter Bettbezug, den ich mit Birke und Indigo gefärbt habe.
Die Anleitung ist allerdings für Kindergartenkindgröße gedacht - egal. Ich wollte nichts umrechnen und habe den Beutel deshalb als Brötchenbeutel geplant. Das spart nun viele Tüten beim Bäcker.
Aber weil das so viel Spaß gemacht hat, habe ich gleich noch einen weiteren Beutel als Nikolausgeschenk für Simon genäht, dieses Mal etwas größer:
Der Sack hat einige coole Extra-Features. Z.B. auf Vorder- und Rückseite jeweils zwei Reflektorstreifen, die den Schulweg sicherer machen (wie immer gekauft bei Stephanie):
Diese schmalen Streifen leuchten fantastisch und machen sich im Hellen fast unsichtbar, weshalb inzwischen alle Jacken der Familie damit ausgerüstet sind.
Im Innenleben hat der Turnbeutel zwei getrennte Taschen, damit die Stinkeschuhe nicht zusammen mit den Turnhosen gelagert werden müssen:
Besonders hat sich Simon über die praktische Schnalle gefreut, mit der er die Turnsachen an den Griff der Schultasche klicken und deshalb nicht mehr im Busgewimmel vergessen kann:
Fast schade, dass mir niemand einfällt, der sich zu Weihnachten über einen Turnbeutel freuen würde...
Eigentlich wollte ich nur die Funktionsweise einer generalüberholten Nähmaschine prüfen, damit ich diese Maschine mit einem guten Gefühl weitergeben konnte. Deshalb suchte ich auf die Schnelle ein einfaches Projekt und wurde hier fündig.
Beim Nähen habe ich ja gelegentlich Denkprobleme, vor allem beim Ärmeleinsetzen und beim Verstürzen. Wie muss ich nochmal die Teile ineinander schieben? Wo kommt die Öffnung zum Wenden hin?
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Linda ist absolut blondinensicher und machte das Projekt sehr entspannend. Den Apfelstoffrest habe ich von einer lieben Kollegin geschnorrt, der grüne Stoff ist ein alter Bettbezug, den ich mit Birke und Indigo gefärbt habe.
Die Anleitung ist allerdings für Kindergartenkindgröße gedacht - egal. Ich wollte nichts umrechnen und habe den Beutel deshalb als Brötchenbeutel geplant. Das spart nun viele Tüten beim Bäcker.
Aber weil das so viel Spaß gemacht hat, habe ich gleich noch einen weiteren Beutel als Nikolausgeschenk für Simon genäht, dieses Mal etwas größer:
Der Sack hat einige coole Extra-Features. Z.B. auf Vorder- und Rückseite jeweils zwei Reflektorstreifen, die den Schulweg sicherer machen (wie immer gekauft bei Stephanie):
Diese schmalen Streifen leuchten fantastisch und machen sich im Hellen fast unsichtbar, weshalb inzwischen alle Jacken der Familie damit ausgerüstet sind.
Im Innenleben hat der Turnbeutel zwei getrennte Taschen, damit die Stinkeschuhe nicht zusammen mit den Turnhosen gelagert werden müssen:
Besonders hat sich Simon über die praktische Schnalle gefreut, mit der er die Turnsachen an den Griff der Schultasche klicken und deshalb nicht mehr im Busgewimmel vergessen kann:
Fast schade, dass mir niemand einfällt, der sich zu Weihnachten über einen Turnbeutel freuen würde...
Mittwoch, 8. Juni 2016
Die Rollatortasche
Mein Papa ist noch sehr aktiv und jeden Tag mit seinem Rollator unterwegs. Da der keinen Korb hat, hängt Väterchen seine Tasche an einen der Griffe.
Ich fand das nicht gut, weil die Stofftasche sehr tief hing, ihm an die Beine schlug oder bei Regen dreckig wurde - es musste eindeutig eine neue Rollator-Spezialtasche her! Und da mein Vater ein Skandinavienfan ist, brauchte ich natürlich ein entsprechendes Motiv (das ich schnell in irgendeiner Malbuchvorlage im Netz fand):
Die pflanzengefärbten Recyclingstoffe sind aus alter Bettwäsche, den blauen Stoff habe ich zusätzlich auf der Rückseite mit Taschenvlies verstärkt. Elche und Griffe bestehen aus Bouretteseide, die mit Walnüssen gefärbt ist.
Der Schnitt: frei Schnauze. Als Maß für Länge und Tiefe der Tasche diente die Mineralwasserflasche, die immer dabei ist und am besten liegend transportiert wird.
Beim Innenfutter habe ich mich anscheinend um die Breite der Nahtzugabe verrechnet und das erst nach dem Wenden bemerkt, aber mein Vater nimmt die Beulen nicht als Fehler wahr.
Das Aufnähen der Elche hat mich einiges an Mühe gekostet - so viele Rundungen, und dann war auch noch der Sprühkleber alle, so dass ich die Viecher mit Stecknadeln fixieren musste. Deshalb gibt es leider ein paar Kurven, die so aussehen:
Doch auch das stört meinen Vater nicht. Die Tasche ist nun jeden Tag im Einsatz. Na dann weiterhin gute Fahrt, Väterchen!
Ich fand das nicht gut, weil die Stofftasche sehr tief hing, ihm an die Beine schlug oder bei Regen dreckig wurde - es musste eindeutig eine neue Rollator-Spezialtasche her! Und da mein Vater ein Skandinavienfan ist, brauchte ich natürlich ein entsprechendes Motiv (das ich schnell in irgendeiner Malbuchvorlage im Netz fand):
Die pflanzengefärbten Recyclingstoffe sind aus alter Bettwäsche, den blauen Stoff habe ich zusätzlich auf der Rückseite mit Taschenvlies verstärkt. Elche und Griffe bestehen aus Bouretteseide, die mit Walnüssen gefärbt ist.
Der Schnitt: frei Schnauze. Als Maß für Länge und Tiefe der Tasche diente die Mineralwasserflasche, die immer dabei ist und am besten liegend transportiert wird.
Beim Innenfutter habe ich mich anscheinend um die Breite der Nahtzugabe verrechnet und das erst nach dem Wenden bemerkt, aber mein Vater nimmt die Beulen nicht als Fehler wahr.
Das Aufnähen der Elche hat mich einiges an Mühe gekostet - so viele Rundungen, und dann war auch noch der Sprühkleber alle, so dass ich die Viecher mit Stecknadeln fixieren musste. Deshalb gibt es leider ein paar Kurven, die so aussehen:
Doch auch das stört meinen Vater nicht. Die Tasche ist nun jeden Tag im Einsatz. Na dann weiterhin gute Fahrt, Väterchen!
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