Montag, 17. April 2017

Holzbau: Doppelkomposter

 Für eine vernünftige Kompostwirtschaft brauche ich auf unserem großen Grundstück fünf Komposter mit jeweils 1 Kubikmeter. Da ich bislang aber nur drei solche Gitter hatte, entstanden im Herbst immer wieder "wilde" Kompostplätze. Die sind zwar bei den Hühnern extrem beliebt, sehen aber natürlich nicht so schön aus. Es wurde Zeit, eine vernünftige Lösung zu finden.

Bei meiner Arbeitsstelle fallen regelmäßig Einwegpaletten an, so dass mein neuer Doppelkomposter schließlich recht günstig wurde.

Der erste Impuls kam von diesem französischsprachigen Video. Aber wenn ich etwas baue, wird es immer anders als die Vorlage :-)

Das Material. Paletten vom Müll und Latten vom Holzhandel. Nicht auf dem Bild: Eine Rolle Kaninchendraht.
Der Kompostplatz liegt bei uns nicht versteckt. Der Bauch des Gartens ist ja mein wichtigster Arbeitsplatz.

Erster Schritt: Die beiden Großpaletten werden aufgebaut...

... und auf Steine gesetzt (immer schön an den konstruktiven Holzschutz denken)
Auf der "Schauseite" verbinde ich die beiden großen Paletten mit Latten

Nun kommen die drei kleineren Paletten ins Spiel...

... und werden mit Latten an die großen Paletten genagelt.

Für mehr Stabilität verteile ich noch ein paar Metallwinkel


Alles wird mit Draht verkleidet. An den Stößen verbinde ich die Drahtmatten mit Blumendraht, damit die Wühlmäuse keine Chance haben.
Drahtkrampen. Viele Drahtkrampen.
Zwei festgenagelte Latten geben Stabilität.

Hier entsteht bald bester Dünger

Kontrollhuhn Luise besichtigt die Baustelle

Fast fertig

Die oberen Latten lassen sich herausnehmen.
Nun werden auch die Vorderseiten "verdrahtet".

Der Draht erhält oben eine Leiste zum bequemen Anfassen
Zum Umschichten werden die Latten abgenommen und der vordere Draht heruntergeklappt.
Fertig. Nun wachsen die Stauden, und bald ist vom Bauch des Gartens nichts mehr zu sehen.
Ich liebe aufgeräumte Arbeitsplätze :-)

Montag, 20. Februar 2017

Nunofilz auf Wolletamine

Im Bestand fand sich ein schöner Wolletamineschal, der in diversen Farbbädern gehangen hatte und nun unregelmäßige gelbe, orange und hellpinke Streifen hatte. Den hatte ich schon lange für ein eigenes Projekt im Auge, weil ich es nicht übers Herz bringen konnte, so einen schönen Stoff wegzugeben. Und da neben einem anthrazit-schwarzen Schal gerade Platz auf dem Futterstoff war, legte ich den Schal dazu.

Leider kann ich weder Orange noch Gelb tragen. Bei diesen Farben sehe ich als unzweifelhafter Sommertyp aus wie frisch aus dem Krankenhaus entlassen. Meine Überlegung: Wenn ich den Schwerpunkt beim Bemustern Richtung Pink verschiebe, wird der Schal auch für mich tragbar. Hat geklappt!

Beim Auslegen - beste Platzausnutzung auf dem Futterstoff
Die Punkte sind aus pflanzengefärbtem Vorfilz ausgeschnitten, den pinken Rand habe ich in drei dünnen Schichten ausgelegt: Eine Schicht 2 cm unter den Stoff, darauf eine Schicht quer und die letzte Schicht so, dass sie etwa 2 cm auf dem Stoff liegt.

In Frühlingsfarben schwelgen. <3

Nach Karussellfahren im Trockner, vorsichtigem Stabilfilzen des pinken Randes und viel Knautscherei waren beide Tücher fertig und tragen sich wirklich toll.
Es ist immer wieder erstaunlich: Egal wie brutal man Wolletamine während des Filzprozesses behandelt, der Stoff bleibt immer anschmiegsam weich und fällt fließend und schön.

Frühlingstuch in der Februarsonne

Gut zu erkennen, wie der Rand den Stoff  "erfassst" hat.

Stickereidetail. Naturgefärbte Seide.
Ganz ohne Sticken geht es natürlich nicht. Dieser Stickstich hat den Vorteil, dass er von der Rückseite aus identisch aussieht. Gerade bei Tüchern ist es schön, wenn sie zwei gute Seiten haben.

Ach ja, der anthrazitfarbene Halsschmuck ist ein Dreieckstuch, bei dem man die Spitze durch mehrere Schlitze an der schmalen Seite stecken und das Tuch dadurch toll drapieren kann. Das müsst ihr mir jetzt einfach so glauben. Denn natürlich habe ich es vergessen zu fotografieren. Wieder einmal. Ob ich das wohl noch irgendwann lerne?

Dienstag, 24. Januar 2017

Ostwestfalen aufgepasst: Neue Filzkurse


So, die neuen Kurstermine für das Frühjahr stehen fest:


Nassfilzen für Einsteiger
Do., 16.02. 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Do., 23.02. 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Zwei Abende mit allen Grundtechniken, die man braucht: Flachfilz, Hohlfilz ohne Nähte, Kugeln und Schnüre. Danach seid ihr fit in Filz und könnt euch an große Projekte wagen
50,- € inkl. Material

Schuh-Special
Sa,  11.02. 10:00 Uhr  - 16:00 Uhr
für alle, die sich gerne warme Füße filzen möchten und bereits erste Erfahrungen mit dem Nassfilzen gemacht haben.
45,- € plus ca. 15 € Material für ein Paar Schuhe

Filzen am Vormittag
Fr., 10.02. 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Fr., 17.02. 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr
Auf besonderen Wunsch. Gut geeignet auch für Mütter und Menschen, die nicht gern im Dunkeln fahren. Einzeln buchbar und auch für Beginner geeignet.
pro Termin 24,- € + Material

Offene Filzwerkstatt
Do., 02.03. 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Do., 09.03. 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Macht doch was ihr wollt - es ist alles da für Schuhe, Taschen, Gefäße, Nunofilz, ganz große und ganz kleine Projekte. Spezielle Farb- und Wollwünsche meldet bitte vorher an, damit ich das Material rechtzeitig besorgen kann. Auch Beginner und Wiedereinsteiger sind herzlich willkommen.
pro Termin 24,- € + Material
Filzen am Wochenende
Fr., 03.03. 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Sa., 04.03. 10:00 Uhr  - 16:00 Uhr
69,- € + Material
Richtig viel Zeit für ein richtig großes Projekt (oder viele kleine).

Alles Kurse und Einzeltermine finden ab 4 Personen statt. Bitte meldet euch bis spätestens eine Woche vor dem gewünschten Termin fest bei mir an. Ihr bekommt rechtzeitig vor Beginn eine Bestätigung und die Wegbeschreibung.

Ich freue mich auf euch und eure Ideen!

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