Sonntag, 25. Dezember 2016

Alle Jahre wieder: Schuhe

Herrlich fauler Weihnachtstag. Es ist still und alle sind irgendwie beschäftigt, bis sich das Haus nachher wieder füllen wird. Zeit für Teil 1 der Weihnachtsnachlese.

Immerhin drei Paar Filzschuhe haben es vor die Kamera geschafft, hier noch im Rohzustand:


Diese hier sind übrigens für mich. Noch sehen sie ganz unspektakulär aus...


... aber nach dem Aufschneiden genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte:


Übrigens: Was hier nach einem fast zufälligen Schnitt aussieht, muss schon beim Auslegen geplant werden. In diesem Fall habe ich auf die rote Innenseite eine lange Schlange Vorfilz im Farbverlauf gelegt und mit einem dünnen Streifen Noppenfolie abgedeckt, bevor ich die graue Außenschicht aufgelegt habe. 
Das Aufschneiden erfolgte erst nach dem kompletten Durchtrocknen und war ziemlich kniffelig. Es ist gar nicht so einfach, so einen schmalen Noppenfolienstreifen unter der Oberfläche zu fühlen. 


Die Vorgabe für diese Männerschuhe war "schlicht und landrovergrün". Automäßig völlig ungebildet musste ich erst einmal im Netz nachsehen, was darunter zu verstehen ist. Die Zinnknöpfe auf den Laschen stammen übrigens aus Norwegen und sind etwa ein halbes Jahrhundert alt. Schön, dass sie nun eine neue Verwendung finden.


Alle Schuhe haben richtige durchgenähte Schustersohlen bekommen. Bei den "Landrover"-Schuhen geschah das auf Kundenwunsch. Ich will mit meinen Schuhen gefahrlos zur Mülltonne gehen können. Und weil ich inzwischen den Verdacht habe, dass sich Latexsohlen nach und nach auflösen, wenn sie auf geöltem Parkett getragen werden, ist auch das dritte Paar zum Schuster mitgefahren. 


Euch allen weiterhin schöne Feiertage. Hier folgt demnächst Teil 2 der Weihnachtsnachlese.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Turnbeutel

In den letzten Wochen sind zwei Turnbeutel aus Stoffresten entstanden.

Eigentlich wollte ich nur die Funktionsweise einer generalüberholten Nähmaschine prüfen, damit ich diese Maschine mit einem guten Gefühl weitergeben konnte. Deshalb suchte ich auf die Schnelle ein einfaches Projekt und wurde hier fündig.


Beim Nähen habe ich ja gelegentlich Denkprobleme, vor allem beim Ärmeleinsetzen und beim Verstürzen. Wie muss ich nochmal die Teile ineinander schieben? Wo kommt die Öffnung zum Wenden hin?

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Linda ist absolut blondinensicher und machte das Projekt sehr entspannend. Den Apfelstoffrest habe ich von einer lieben Kollegin geschnorrt, der grüne Stoff ist ein alter Bettbezug, den ich mit Birke und Indigo gefärbt habe.

Die Anleitung ist allerdings für Kindergartenkindgröße  gedacht - egal. Ich wollte nichts umrechnen und habe den Beutel deshalb als Brötchenbeutel geplant. Das spart nun viele Tüten beim Bäcker.

Aber weil das so viel Spaß gemacht hat, habe ich gleich noch einen weiteren Beutel als Nikolausgeschenk für Simon genäht, dieses Mal etwas größer:


Der Sack hat einige coole Extra-Features. Z.B. auf Vorder- und Rückseite jeweils zwei Reflektorstreifen, die den Schulweg sicherer machen (wie immer gekauft bei Stephanie):


Diese schmalen Streifen leuchten fantastisch und machen sich im Hellen fast unsichtbar, weshalb inzwischen alle Jacken der Familie damit ausgerüstet sind.


Im Innenleben hat der Turnbeutel zwei getrennte Taschen, damit die Stinkeschuhe nicht zusammen mit den Turnhosen gelagert werden müssen:


Besonders hat sich Simon über die praktische Schnalle gefreut, mit der er die Turnsachen an den Griff der Schultasche klicken und deshalb nicht mehr im Busgewimmel vergessen kann:


Fast schade, dass mir niemand einfällt, der sich zu Weihnachten über einen Turnbeutel freuen würde...

Donnerstag, 1. Dezember 2016

12tel Blick im November

Man beachte - ich bin diesmal fast pünktlich! Ha, geht doch!


Das Terrassenbeet bei -5 Grad. Ich mag diese trockene, knisternde Kälte ja sehr und bin bei solchem Wetter gern draußen, auch wenn die möglichen Gartentätigkeiten bei gefrorenem Boden ziemlich eingeschränkt sind..
Den weißen Schmetterlingsflieder werde ich erst im Februar herunterschneiden, denn seine schöne Struktur sieht auch im Winter gut aus.
Überhaupt Struktur: Als ich das Pennisetum und die Buddleja gepflanzt habe, konnte ich die endgültigen Dimensionen nicht gut visualisieren. Mir fehlt nun eine dritte Strukturpflanze in der Mitte. Da ich eine große Strauchrose Westerland übrig habe, wird unser Terrassenbeet nun doch ein Rosenbeet. Freu!


Keine Veränderungen im Bauch des Gartens. Die Umgestaltung wird leider dauern, weil noch ein Bauprojekt bei der Nachbarin vorgezogen werden muss, dessen Restholz ich dann hier am Kompostplatz einsetzen möchte.
Rechts von dem abgedeckten Gitter mit dem fertigen Kompost schweben Unmengen von Kardenköpfchen nahezu schwerelos auf ihren Stengeln. Ich freu mich jedesmal wie Bolle, wenn ich diese kleinen Kunstwerke sehe.


So, nun auf zu Tabea - und beim nächsten Mal gibt es dann endlich Jahrescollagen!