Im
vorigen Jahr habe ich zum ersten Mal mit den wilden blauen Lupinen gefärbt, die man an Straßenrändern findet. Ich hatte die kompletten Blüten mitsamt dem Stängel in der Mitte genommen und das Ganze als Heißfärbung auf kaltgebeiztem Material probiert. Das Ergebnis war ein schönes Grün gewesen.
Irritiert von verschiedenen Angaben in anderen Blogs hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen herauszufinden, welche Pflanzenteile denn nun eigentlich wie färben und ob nicht doch ein Blau zu erreichen sei. Dies war die Versuchsanordnung:
Im linken Glas stecken ein Strang Filisilk vom Atelier Zitron sowie 300 g Lupinenblüten, die ich von den Stängeln gestreift habe. Im mittleren Glas badet ein weiterer Strang Filisilk mit 400 g Lupinenblättern und Stielen. Und ganz rechts seht ihr nur die oberen Stängel mit ein paar unaufgeblüten Blüten. Da das so wenig war, habe ich lediglich ein Seidentuch hinzugefügt. Das Material ist kaltgebeizt.
Das Ergebnis nach ein paar Tagen ist eindeutig:
Die Blüten (linker Strang) ergeben ein wunderbares Hellblau mit einigen satten Grünanteilen, die Blätter und Stiele bringen nur ein zartes, aber sehr schönes Gelb zustande. Das Seidentuch im Stängelbad blieb weiß, deshalb zeige ich es nicht.
Um die Alltagstauglichkeit zu prüfen, habe ich inzwischen noch einen Strang Sockengarn mit Seide und Bambus gefärbt, der dem linken Strang auf dem Bild entspricht. Ich bin gespannt, wie die Farbe nach einem Winter Tragen und Waschen aussehen wird.