Sonntag, 6. Januar 2019

Noch ein Blick zurück - 2018 in Strick

In diesem Jahr habe ich mich mal wieder an einem Design festgefressen und sogar gleich dreimal gestrickt: Cross my heart von Drops.

Als ich die Jacke bei einer Frau im Bioladen sah, war ich schockverliebt! Wie sich bald herausstellte: Das war das perfekte Projekt für den heißen Sommer! Die Jacke wird in vier Teilen gearbeitet, man hat also nie zuviel warmes Gestrick auf dem Schoß :-)
Zudem sieht die fertige Jacke zwar spektakulär aus, ist aber eigentlich mindless knitting, wenn man den Bogen einmal raushat. Also prima bei 30 Grad im Gartenstuhl oder auf Reisen.

Version 1 habe ich nahezu nach Anleitung gestrickt, allerdings mit eigenem Garn: Lifestyle von Zitron und eine Bouretteseide, beides mit Schachtelhalm gefärbt.


Wichtig ist, dass man zwei Garne verwendet, die sich farblich deutlich unterscheiden. Besonders schön sieht es aus, wenn eines der Garne mehrfarbig ist. Hier zum Beispiel ist die Bouretteseide dreifarbig, die Lifestyle schlicht grün.

Version 1

So einfach und trotzdem so genial! Auf dem Rücken treffen die schrägen Flächen wieder aufeinander:


Die kurzen Ärmel werden einfach mit angestrickt:


Das Original von Drops hat vorne eine Knopfleiste, aber ich wollte einen I-Cord als Abschluss und finde zudem, dass ein einziger Knopf noch stimmiger aussieht:


Freundin Hanne war ebenso begeistert wie ich und wünschte sich gleich eine solches Stück zum Geburtstag. Damit die Jacke ganzjährig getragen werden kann, habe ich diesmal die Ärmel weggelassen und eine Weste draus gemacht. Ich finde es immer etwas seltsam, wenn unter kurzen Strickärmeln noch ein langärmeliges Shirt herausguckt.

Version 2 für Hanne


Der I-Cord ist aus einem kleinen Extraknäuel des gemusterten Garns. So kann man den I-Cord gleich mit dranstricken und bekommt die hübschen regelmäßigen Farbwechsel.  Die Garne sind wieder Lifestyle einfarbig und ein gut abgehangenes Garn unbekannter Herkunft. Gefärbt habe ich mit Indigo und Cochenille.

Detail - verkürzte Reihen und nur rechte Maschen
Während ich Version 2 strickte, wurde mir klar, dass ich ebenfalls dringend eine Beerenweste brauchte. Von dem bunten Garn war noch genug da, als Kombigarn nahm ich diesmal Seidenstraße von Zitron, das ich mit Lac Dye gefärbt hatte. Und da die Seidenstraße unfassbar ergiebig ist, reichte es sogar knapp für lange Ärmel:

Version 3

Ha - die perfekte Verwendung für einen vor Urzeiten spontan gekauften Knopf!


Das mit den langen Ärmeln wurde dann doch ganz schön knapp. Als die Seidenstraße zuende war, habe ich mit dem allerletzten Fitzel des bunten Garns ergänzt und finde die beiden unterschiedlichen Ärmel inzwischen richtig cool.
Ich hatte allerdings damit gerechnet, dass der Seidenanteil in der Seidenstraße dafür sorgen würde, dass die Ärmel mit der Zeit länger würden. Aber Herr Zitron, dieser unbegreifliche Garnzauberer, hat es hinbekommen, dass das Garn absolut formstabil bleibt. Und federleicht ist und dabei wunderschön glänzt. Hachz.

Fazit: Eine tolle Strickidee für alle, die am liebsten nur rechte Maschen stricken. Auch beim dritten Mal in Folge war das kein bisschen langweilig. Eine Kombi aus zwei selbstgesponnenen Garnen kann ich mir auch gut vorstellen. Oder ein Hightwist und ein Flauschgarn? Lochreihen im Wechsel mit Rippen? Und auch das Thema Dreiecke aus verkürzten Reihen könnte man weiter ausloten. Ihr seht: Da geht noch was...

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