Sonntag, 31. Januar 2016

Das Filzschuhabo

Die Zwillinge T. und G. haben zur Geburt ein Filzschuhabo bis zum Abitur von mir bekommen. Inzwischen sind die Jungs bei Schuhgröße 31 angekommen. In diesem Winter tragen sie diese Modelle:


So sahen die beiden Paare vor dem Walken aus:


Ich finde, es lohnt sich, kontrastreiche Konturen wie die Blitze noch einmal nachzusticken. Das geht schnell, und der Unterschied ist verblüffend:



Tipps - falls Sie auch Fußballpuschen für Ihr Kind machen möchten: 
  • Die Aufnäher gibt es meist mit 8 cm Durchmesser im Fanshop des Vereins. 8 cm sind für ganz kleine Füße aber viel zu groß. Ich empfehle die Verwendung der Vereinsbuttons erst ab Schuhgröße 30.
  • Man kann die Aufnäher unter einem Geschirrtuch auf die Schuhe aufbügeln. Dann hat man es beim Nähen einfacher.
  • Man braucht eine wirklich gute Nadel und reißfestes Garn, denn das Material ist schwer zu nähen. Ich persönlich nähe mit Hilfe einer Schmuckzange, die mir beim Durchziehen der Nadel hilft. Aber es ist dennoch kein Spaß.

Da ich anscheinend immer vergessen habe, die Vorgängermodelle zu zeigen, kommen hier noch ein paar Versionen der Abo-Schuhe aus den Vorjahren:

2010 - bei zweieiigen Zwillingen wachsen die Füße auch mal unterschiedlich schnell

2012

2014
 

Samstag, 30. Januar 2016

Der 12tel Blick im Januar

Tabea lädt mit ihrer schönen Sammlung "Der 12tel Blick" zum genauen Hinschauen ein. Ein selbst gewähltes Motiv in Garten oder Natur wird in jedem Monat des Jahres aus demselben Blickwinkel fotografiert und gebloggt.

Es ist wunderschön, die Veränderungen, die verschiedenen Lichtstimmungen und das Wachsen und Vergehen übers Jahr zu verfolgen. Für mehrere Bereiche in meinem Garten gibt es bereits solche Bildreihen. In diesem Jahr möchte ich zwei Motive auch "öffentlich" dokumentieren und beim 12tel Blick mittun. 

Ich habe zwei Blicke gewählt. Der eine ist der Kompostplatz. Den habe ich vor drei Jahren als erstes angelegt, nachdem die entsetzliche Fichtenwand an der Grundstücksgrenze gerodet war und wir beginnen konnten, den alten Familiengarten neu zu gestalten. 

Ohne Kompost geht gar nichts, es gibt keine Umgestaltung des Pflanzenmaterials und keinen Nährstoffnachschub. Warum so viele Gartenbesitzer eine Biotonne haben, ist mir unbegreiflich. Bei uns geht alles wieder in den Kreislauf ein. 


Der Bauch des Gartens - Januar 2016

Der zweite Blick ist das orangerote Beet vor der Wand zum Erdkeller, das erst im letzten Frühjahr entstand. Noch ist vom Orange natürlich nichts zu sehen :-) 

Das orangerote Beet - Januar 2016

... oder doch besser so?

Mit dem Bildausschnitt muss ich vielleicht noch ein bisschen üben. Nun aber ab damit zu den anderen 12tel Blicks bei Tabea
Wer sich etwas genauer mit dem Fotoprojekt "Der 12tel Blick" beschäftigen möchte, bitte hier entlang.

Dienstag, 26. Januar 2016

Neue Filzkurse in Bielefeld!

In diesem Frühjahr gibt es vier Themenabende, einen speziellen Nuno-Samstag und eine Wochenend-Werkstatt:

Wir filzen einen Farbverlauf
Mittwoch, 17.02.2016 18:30 Uhr bis ca. 21:45 Uhr

Nuno – Filzen auf Stoff
Freitag, 19.02.2016 18:30 Uhr bis ca. 21:45 Uhr

Nuno-Samstag
Samstag, 20.02.2016 10:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr

Filzen mit Nadelvlies
Mittwoch, 24.02.2016 18:30 Uhr bis ca. 21:45 Uhr

Nassfilzen mit Grundschulkindern – Ideen für OGS, Kunstunterricht und Gruppenstunden
Mittwoch, 02.03.2016 18:30 Uhr bis ca. 21:45 Uhr

Mach doch, was du willst – die Filzwerkstatt
Freitag, 04.03.2016 18:30 Uhr bis ca. 21:45 Uhr und/oder
Samstag, 05.03.2016 10:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr


Die Details und Preise findet ihr hier auf der Kursseite.
Ich freue mich auf euch! 


Freitag, 22. Januar 2016

Zickzack - Teil 1

Ein Muster beschäftigt mich seit dem Sommer. Ein Muster, das so einfach zu stricken ist, dass es auch für Anfänger taugt, das wirklich spektakulär ist und für mich zudem  das Geheimnis des Zaubers von Missoni-Strickwaren gelüftet hat: Der Zickzack-Schal.

Zuerst habe ich ihn bei Melinoliesl gesehen und war sofort hin und weg! Seitdem tauchte er immer wieder in Blogs auf. Eine besonders schöne Farbkombi findet ihr z.B. bei Ate.

Aus zwei Strängen pflanzengefärbter Filisilk habe ich für meine Freundin Martina in den Sommerferien einen hauchzarten Schal gestrickt. Guckt euch die beiden Knäule an - sie passen überhaupt nicht zusammen und ergeben doch ein stimmiges Ganzes!


Detail auf schwedischem Granit


 160 x 25 cm, Nadelstärke 2,5 , 98 Gramm

Da ich von den Möglichkeiten dieses Musters so fasziniert war, habe ich angefangen herumzuprobieren

Kraus rechts Gestricktes mag ich eigentlich nur, wenn es aus ganz dünnem Garn ist, denn es ist ja sehr voluminös. Um dieses Muster auch mit Nadelstärke 3,5 oder 4 stricken zu können, musste ich es so umbauen, dass es auch glatt gestrickt so gut wirkt. Mit dieser Version war ich dann zufrieden:


Zumindest bei einfarbigem Garn sind die krausen Zwischenreihen tatsächlich notwendig, um das Zickzack zu betonen, denn sonst sieht es einfach wie glatt rechts mit Hebemaschen aus. Bei buntem Garn aber funktioniert es auch ohne die Zwischenreihen.

Und so wurde aus der Zickzack-Begeisterung des Sommers mein kunterbuntes Jahresprojekt geboren. Das zeige ich euch dann demnächst in "Zickzack - Teil 2".

Samstag, 9. Januar 2016

Nachlese Weihnachtsgeschenke 2015

Ups, fast vergessen: die textilen Weihnachtsgeschenke sind ja nun alle ausgepackt und können gezeigt werden. Voilà!

Simon hat eine neue Mütze bekommen, da die alte etwas ausgeleiert war und auch nicht zu seiner neuen Jacke passt. Dazu habe ich ein industriell gefärbtes Kobaltblau aus Altbeständen mit Lifestyle in Giftgrün (gefärbt mit roten Schilfblüten) kombiniert. Das war Ehrensache, denn die Schilfblüten hat Simon im Sommer ja selbst gepflückt. 

Es musste unbedingt eine Häkelmütze sein, denn ich wollte die Mütze im Krankenhaus fertigstellen. Mir war zum Glück noch rechtzeitig eingefallen, dass man mit einer Braunüle im Arm nicht stricken kann.

Es wurde also der Hazelnut Beanie von Frau Monk, der nur aus Kettmaschen besteht ("bosnisch" gehäkelt).  Aleksandra hat eine tolle Videoanleitung ins Netz gestellt, mit der man das Grundprinzip ganz schnell drauf hat. Ich habe dann aber aus Gründen der Fairness noch die Anleitung gekauft, denn so viel Engagement muss belohnt werden!





Anita liebt die kräftigen Farben. Daher hat sie in diesem Jahr einen luftigen  Halsschmeichler in Feuerfarben bekommen:

Pflanzengefärbtes Wolletamine als Loop

Detail - ich glaube, das war Zwiebel, Krapp und Cochenille

Susanne hatte ihre Filzschuhe nach ein paar Jahren durchgelaufen und bekam ein schlichtes Paar mit einer Kringelschnecke:

Detail beim Trocknen, denn leider habe ich vergessen, die Schuhe zu fotografieren, bevor ich sie verschenkt habe,

Kati ist zweifache Jungsmama und wollte für sich selbst daher gern richtige Mädchenschuhe haben:



Und auch Diana hat nun endlich warme Füße:




Ach ja, und dann fehlen noch die unvermeidlichen Socken zur Auffüllung der Sockenschubladen. Das Sockenstricken mag ich immer noch nicht. Es ist mir einfach zu langweilig. Daher bin ich hier ausnahmsweise nicht prozessorientiert, sondern nur auf das Ergebnis aus. Darüber habe ich hier einmal berichtet. 
Das über Jahrzehnte bewährte Sockenrezept meiner Mutter kann ich nahezu im Schlaf. Glatt rechts ohne Schnickschnack, das geht auch ohne Hingucken, dazu eine traditionelle Ferse und Handschuhspitze. Schon fertig - und beide Männer freuen sich über warme bunte Füße.
Und wie fotografiert man Socken eigentlich auf halbwegs ansprechende Weise?

Für Simon...
für den Lieblingsmann...
...und noch ein Paar für Simon

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