Sonntag, 1. November 2015

Herbstgarten 3: Abschied und Neubeginn



Welch ein Strahlen da draußen!
Man mag es ja nicht wahrhaben - doch es ist der letzte Akt und der heißt Abschiednehmen.
Einen Vorgeschmack auf das Ende des Gartenjahrs gab es bereits: In diesem Jahr haben zwei frühe Frostnächte schon Mitte Oktober dem Feuerfarben-Teppich der Kapuzinerkresse den Garaus gemacht. Ich hatte die Pracht auf den abgeernteten Gemüsebeeten noch nicht einmal fotografiert. Auch die Dahlien hat der Frost mitten in der schönsten Blüte erwischt. Nun sind sie schwarz. Die blaue Wolke der Herbstastern ist verblüht. Und auch meine geliebten Funkien sind auf dem Weg in den Untergrund. Sie verschwinden im Winter so völlig im Erdreich, dass ich mir gut merken muss, wo sie überall stehen, um sie im Frühling nicht aus Versehen zu "überpflanzen".

Tschüs Kapuzinerkresse

Tschüs Funkien.

Wer genau hinsieht, findet aber zwischen all dem Welken und Braunwerden ein schönes Versprechen: Der nächste Frühling mit seinem Bunt macht sich schon bereit. Die Blütenknospen der Hamamelis sitzen wie kleine Knöpfe an den Zweigen. Überall entdecke ich Vergissmeinnichtkinder und Mutterkraut - es war eine gute Idee, einige Beete in diesem Jahr nicht zu mulchen. Am meisten freue ich mich aber auf diese unverwechselbaren Burschen, deren Samen von den Ameisen nicht nur in andere Beete getragen werden:

Dieses Baby von Limnenthes douglasii ...
...möchte einmal so aussehen!

Und hier ist schon der erste Flaum der neuen Blumenwiese zu ahnen

Die abgeblühten Stauden lasse ich stehen, auch wenn es mich in den Fingern juckt und "unordentlich" wirkt. Aber spätesten weiß bereift sehen viele Samenstände wieder schön aus. Und einen besseren Winterschutz als das alte Kraut gibt es nicht. Also Schere weg und den Herbst genießen!

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