Montag, 12. September 2011

Färberknöterich

Ich liebe das Färben mit frischem Färberknöterich über alles und freue mich das ganze Jahr darauf. Der seltsame Geruch des Pflanzensaftes, die gigantische Färbekraft, das Arbeiten völlig ohne Hitze - das ist mein Ding.

In diesem Jahr ist meine Ausbeute mit 500 g leider sehr gering, der Knöterich hätte auf dem Sandboden am Umweltzentrum wohl viel mehr Kompost gebraucht.
Färberkollegin Birgit war schlauer gewesen: sie hat ihren Knöterich ins Mistbeet gepflanzt und schwelgt nun im Überfluss. Da sie mir großzügig einen ganzen Eimer voll Kraut abgetreten hat, hatte ich insgesamt 1400 g Blätter. Das reicht für 700 g Material.

Hier habe ich vor ein paar Jahren mal eine genaue Anleitung für diese Färbemethode verfasst. Und dies ist das Ergebnis 2011:


300 g Zitron Kimono in sattem Jeansblau wandern demnächst in meinen Shop. Dazu habe ich noch 500 g Garn gehängt, das vorher schon zur Hälfte im Nussbad gewesen war. Ha - das wird nicht verkauft, denn das wird MEIN neuer Pulli!

Mit dem Wolle-Seide-Gemisch "Kimono" hat sich Herr Zitron selbst übertroffen. Ich bin richtig verliebt in dieses perfekte Garn, das die Farben aufsaugt wie ein Schwamm und sich so toll verstricken lässt.

Und hier kommt noch mehr Blau - aber da war das Kratzeis schuld:

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