Samstag, 30. November 2013

Die nächste Häkelmütze...

... ist für die beste Hanne der Welt. Dazu habe ich zwei der göttlichen 16-Mikron-Merinokammzüge von Filzrausch zu Singles versponnen und daraus ein dickes Garn gezwirnt. Sooo wunderbar zu verspinnen und sooo weich! Und da ich vom Spinnen wirklich nicht genug kriegen konnte, hat das Garn auch noch für einen Kragen gereicht:





Mein Standard-Mützenmodell wird von oben gehäkelt und geht so:

5 oder 6 Luftmaschen häkeln und zum Ring schließen. 
In diesen Ring 10 feste Maschen häkeln. Mit einer Sicherheitsnadel die letzte Masche markieren.
Jetzt in jede der 10 Maschen zwei Halbstäbchen häkeln und das letzte Stäbchen mit der Sicherheitsnadel markieren. Ab sofort geht es immer mit Halbstäbchen weiter. Die sind nicht so starr wie feste Maschen, lassen aber weniger Wind durch als Stäbchen oder sogar Doppelstäbchen.
In der nächsten  Runde wird jede 2. Masche verdoppelt = 30 Maschen. Sicherheitsnadel umheben auf die letzte Masche.
In der folgenden Runde jede 3. Masche verdoppeln = 40 Maschen. Sicherheitsnadel umheben.
Nächste Runde: 4. Masche verdoppeln = 50 Maschen
Bei dicker Wolle reicht das schon, bei dünner Wolle kommen noch ein paar Runden nach diesem System dazu. Der entstandene Kreis sollte ein bisschen kleiner sein als der Kopfumfang.
Die Sicherheitsnadel kann danach weg, weil man nicht so genau darauf achten muss, ob die letzte Reihe später wirklich komplett ist.
Dann häkelt man einfach ohne Zunahmen weiter in der Runde - so lange, bis man die Mütze für fertig erklärt.
Das kann dann eine runde Kappe sein oder eine Mütze mit Umschlag zum Krempeln oder eine lange Mütze, wenn man es slouchy mag.
Falls die Mütze sehr locker sitzt, kann man in den letzten Reihen auf feste Maschen umsteigen, dann wird der Rand ein wenig fester.
Und ja -  zwischendurch sieht das Ganze aus wie eine Schüssel. Wenn man gerade eine braucht, hört man einfach mit dem Häkeln auf und verschiebt das Mützenprojekt...

Viel Spaß!

Samstag, 23. November 2013

Zum zweiten Mal Vitamin D - und eine kunterbunte Mütze

Diese Blogpause war nicht beabsichtigt, aber mein Leben ist im Moment einfach zu voll und zu spannend zum Schreiben. Das hindert mich aber nicht daran, weiterhin treu eure Blogs zu verfolgen, und seit ich das auf meinem Smartphone tue, ist die Kombination Tee trinken und Blogs lesen meine allerschönste Pause. Euch allen herzlichen Dank für die vielen inspirierenden, farbenfrohen Einblicke in eure Werkstätten.

Die zweite Vitamin D-Jacke ist nun fertig. Die erste Jacke hatte ich ja für meine Freundin Martina gestrickt, aber es war noch genügend Wolle für eine weitere Version da. Vitamin D ist einfach perfekt. Nicht zu lang, mit einem pfiffigen Schnitt, entspannend und doch nicht langweilig zu stricken - besser gehts nicht!
Diese grüne Fassung ist für mich, und ich liebe das selbstgesponnene Wolle-Seide-Gemisch und die gute Passform mit dem interessanten Faltenwurf. Ein Tragefoto der grünen Version gibt es wegen des Lichtmangels aber nicht. Pflanzenfarben lassen sich nun mal nicht blitzen. 

Fertig kardiert . Zehn pflanzengefärbte Farbtöne, BFL und ein wenig Seide
Das fertige Garn, verzwirnt mit Filisilk. Ein Traum in weich...
Beim Trocknen. Die Bündchen habe ich mit doppeltem Filisilk gestrickt.
Detailansicht...
... im direkten Vergleich mit der roten Version. Der Single ist derselbe, aber hier habe ich mit rotem Kammgarn verzwirnt.
Tragefoto in rot

Als es jetzt kälter wurde, wollte ich gern für Simon eine Art Boshi-Mütze häkeln. Die alte Mütze aus dem Vorjahr ist ganz ausgeleiert und ich finde, dass die einfachen Häkelmützen einfach unschlagbar gut sitzen und viel besser wärmen als Strickmützen. Simons Farbwünsche waren aber eher speziell und mit meinen Pflanzenfarben nicht umzusetzen. Und so suchte er sich im Netz diesen Kammzug bei Piratenwolle aus:


Das war für mich eine ganz neue Erfahrung - ich hatte nämlich vorher noch nie einen "fremden" Kammzug versponnen! Und außerdem hatte ich Vorurteile gegenüber einer Mischung, die Nylon enthält und stellte mir das Spinnen eines solchen Gemischs eher unangenehm vor. Aber Simon war unerbittlich. Dieser Kammzug sollte es sein!

Und siehe da, alle Vorurteile wurden widerlegt! Die grellbunten Farben haben in dieser grauen Zeit richtig Spaß gemacht, den Nylonanteil habe ich weder gesehen noch beim Spinnen irgendwie gespürt, das Häkeln mit Nadelstärke 6 war erstaunlich unverkrampft (alles über Nadelstärke 3,5 empfinde ich sonst als zu dick), und Simon und seine neue Mütze sind zusammen sehr glücklich.





Euch allen ein buntes Wochenende und bis BALD!

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