Dienstag, 20. Dezember 2011

Die letzten Weihnachtsbestellungen...

... sind trocken, besohlt und reisefertig:


Ein paar Details gefällig? Bitteschön! Die Kühe haben übrigens mit Absicht keine Hörner. Die kleine Empfängerin hat ganz genaue Vorgaben gemacht, und ich hoffe nun sehr, dass ihr die Nasenlöcher nicht zu klein sind ;-)



Falls euch die Schuhe gefallen: Ab sofort nehme ich wieder Bestellungen (für das nächste Quartal) an.

Nun fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten für die Familiengeschenke - und dann ist endlich Weihnachten. Euch allen ein wunderbares Fest und ein paar schöne wollige Tage zwischen den Jahren!

Britta

Samstag, 17. Dezember 2011

Ashford Trommelkarde

Hach, ist das schön - ich habe Weihnachten ein bisschen vorgezogen und das Geschenk ausgepackt, das ich mir in diesem Jahr selbst gemacht habe:


Ein wunderbares Maschinchen, robust und gut durchdacht, das im Nullkommanix die flauschigsten Batts ausspuckt - ich denke, meine Handkarden werde ich freiwillig nie wieder anfassen!

Nun muss ich mich doch sehr zusammen nehmen, um mich weiterhin um Arbeit, Familie und die letzten Weihnachtsvorbereitungen zu kümmern. Dauernd schleiche ich zur Karde, um sie zu streicheln. Und am Donnerstag bin ich schon um 6 Uhr aufgestanden, damit ich noch ein bisschen Wolle durchnudeln konnte, bevor ich die Familie schulfertig machen musste.
Dies war übrigens einer der ersten Batts. Der geht am Montag auf die Reise nach Niedersachsen:

vorher:
 
nachher:

Euch allen ein schönes wolliges Adventswochenende!

Samstag, 10. Dezember 2011

Blue Faced Leicester-Poncho

Jaaa, er ist schon fertig, mein kuschelweicher selbstgesponnener und gefärbter Poncho. Voilá:

Ursprünglich hatte der Kragen noch einen Rüschenrand gehabt. Mein Kopf sah mit der Umrandung aber aus wie ein Gugelhupf auf einer Tortenplatte. Also weg damit.
Dafür habe ich mich rüschenmäßig am unteren Rand ausgetobt - und freue mich über die perfekte Hülle zum Autofahren und fürs Büro: hinten warm bis an den Po und an den Armen kurz genug, damit nichts irgendwo reinhängen kann.

Verbrauch: knapp 600 g Blue Faced Leicester, zweifädig versponnen auf dem Louet S10. Lauflänge ca. 220m / 100g, gefärbt mit grünen Walnussschalen und amerikanischen Schwarznüssen. Eigener Entwurf, Raglan von oben gestrickt. Nun muss ich das gute Stück nur noch dämpfen, damit die komischen Beulen verschwinden.

Freitag, 25. November 2011

Jippiiiieh - Der Paketbote hatte heute...

... diesen Karton dabei:


Darin sind sage und schreibe 3,5 kg rote Zwiebelschalen! Eine Menge, für die ich in unserem Dreipersonenhaushalt etwa zehn Jahre lang sammeln müsste.
Ich kann es kaum fassen: Bei fünf Zügen reicht der Inhalt des Kartons für 17 Kilo grüne Wolle bzw. mindestens vier Jahre Färbekurs - danke, Elke!!! Du ahnst gar nicht, was für ein tolles Geschenk du mir und den Frauen aus dem Kurs gemacht hast. Vor allem auf Seide ergeben die Schalen ein sattes, schimmerndes Dunkelgrün, das lange haltbar ist, wenn die Fasern nach dem Färben ein paar Monate ungewaschen ruhen dürfen.

Sobald der kleine Fieber-Simon wieder gesund und mein angemetzelter Finger endlich geheilt ist, werde ich mir ein buntes Dankeschön-Päckchen für Elke ausdenken.

Übrigens: Beim diesjährigen Färbekurs haben die grünen Zwiebelschalen im ersten Zug auf kaltgebeizter Baumwolle ein verblüffendes sattes Braun ergeben, wie ich es bisher mit keinem anderen Farbstoff auf Baumwolle erreicht habe. Alle Fasern im Topf waren "vorschriftsmäßig" grün, nur das Baumwoll-T-Shirt war braun! Simon hat es den ganzen Sommer lang getragen, und es hat viele Wäschen ausgehalten, ohne dass sich die Farbe verändert hat. So werde ich in diesem Winter gleich ein ganzes Bettlaken shibori-abbinden und dann im Frühjahr in der ersten Zwiebelsuppe färben. Schalen habe ich ja nun genug :-)))

Sonntag, 13. November 2011

Im Blue Faced Leicester-Rausch

In diesem Jahr habe ich die wunderbare Blue Faced Leicester-Wolle für mich entdeckt und beschlossen, aus diesem seidenweichen Garn einen Poncho für mich zu machen. 

Erkenntnis 1: Auf die Spule des Louet S10 passen tatsächlich 300 Gramm Garn:


Der Single hatte eine Lauflänge von 475 m auf 100 g:


Die Spule habe ich zweimal ganz gefüllt. Einen der Stränge habe ich dann mit grünen Walnussschalen gefärbt, für den anderen habe ich amerikanische Schwarznüsse ergattert:


Die Dinger haben eine schwammigere Schale als Walnüsse und lassen sich mit Nussknackern nicht öffnen. Für normale Menschen sind diese Nüsse vermutlich eine Zumutung, aber ich liebe sie, weil ihr Braun so viel dunkler wird als das von Walnüssen. 

Erkenntnis 2: Auf meinen Knäuelwickler passen auch 300 Gramm, auch wenn es bedenklich aussieht:


Dies war das Garn vor dem Zwirnen (oben Walnuss, unten Schwarznuss). Kaum zu glauben, dass das 600 Gramm sind:


Erkenntnis 3: Wenn ich den richtigen Rhythmus gefunden habe, kann ich komplett blind zwirnen und dabei entspannt fernsehen - wie soll man auch sonst 600 Gramm eines braun-braunen Garns ertragen? 

Erkenntnis 4: Wenn man das Garn erst nach dem Spinnen färbt und auf Knäule wickelt, ist es schon ganz ausgeglichen und lässt sich traumhaft verzwirnen. Außerdem ist das Zwirnen vom Knäul viel leiser als von der Spule - schön für die anderen Anwesenden, vor allem, wenn die Zwirnerin fernsehen will ;-)

Das Garn ist exakt so geworden, wie ich es mir gewünscht hatte - sattbraun und fast so weich wie Kaschmir!
Bevor die Schwarznüsse auftauchten, war es eigentlich mein Plan gewesen, das Walnussgarn mit einem weißen Faden zu verzwirnen. Nun bin ich froh, dass ich das nicht gemacht habe. Der Kontrast wäre zu groß gewesen, das geplante Muster wäre darin "abgesoffen". Die beiden Brauntöne geben nun gerade so viel Kontrast, dass das Garn schön lebendig wirkt, lassen mein geliebtes Nussbraun aber gut zur Wirkung kommen.


Das Garn lässt sich auf Nadel Nr. 4 exterm schnell verstricken, es flutscht nur so über die Nadeln. Hier ist der Beginn - und wer sich jetzt wundert, was das werden soll: Ich bin eine notorische Von-oben-Strickerin, und dies ist der Kragen des Ponchos mit einem kleinen, neckischen Rüschenrand:


Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 10. November 2011

Freie Plätze im Filzkurs

Für Kurzentschlossene aus Ostwestfalen-Lippe: In meinem Wochenend-Filzkurs sind zwei Plätze freigeworden!

Hier gibt es die Infos zum Kurs.
 
Allerdings sind die Zeitangaben im VHS-Programm Unsinn. Der Kurs findet statt: Freitag, 18.11. von 18.15 - 21.30 und Samstag, 19.11. von 10.00 - 16.30 Uhr. Genug Zeit also, um wärmende Hausschuhe, eine schicke Tasche oder eine spektakuläre Tunika aus Nunofilz zu filzen! Ich freu mich auf euch!

Dienstag, 8. November 2011

Kreative Reparaturen

An meinem handgewebten Lieblingsrock war hinten der Schlitz ausgerissen - vermutlich mache ich immer viel zu große Schritte ;-).
Ich habe ein kleines Stoffdreieck über die ausgefransten Fäden genäht, und da die Stofffarbe nicht ganz passte, habe ich noch eine flache Perle aufgenäht, immer an den Grundsatz denkend: Fehler müssen betont und in die Gestaltung integriert werden.


Als ich dann noch ein paar Knöpfe angenäht und eine zerrissene Hose meines Achtjährigen mit einem frischen Flicken versehen habe, ist mir plötzlich aufgefallen, dass ich in den Kreativblogs noch nie die Ergebnisse gelungener Reparaturen gesehen habe. Und das führt mich zu einer Frage an euch: Macht ihr lieber Neues oder repariert / verändert ihr auch eure alten Sachen? Und welche?

Montag, 17. Oktober 2011

"Kimono" von Atelier Zitron

Am Wochenende habe ich endlich die Sommer-Färbereien mit dem neuen Wolle-Seide-Gemisch "Kimono" vom Atelier Zitron in den Shop gestellt. Unglaublich, wieviel davon schon vorher weggegangen ist - jeder, der dieses Garn gesehen hat, wollte etwas davon haben! Natürlich ist alles mit Naturfarben gefärbt, und ein paar Brauntöne kommen noch hinzu. Im Keller steht noch ein großer Sack mit nussbraunen Garnen und Stoffen, die noch gewaschen werden müssen. "Kimono" saugt die Pflanzenfarben auf wie ein Schwamm.





Apropos Shop: Heute Nachmittag habe ich übrigens die 100er-Marke geknackt:

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